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Latein

Relief im "Museo della Civiltà Romana" der Stadt Rom
Relief im "Museo della Civiltà Romana"  >> der Stadt Rom

Wozu heute noch Latein lernen?

I. Latein ist die Mutter einer Vielzahl von Sprachen in Europa - teilweise auch der deutschen. Vergleiche:

Lateinisch mater decem
Französisch mère dix
Spanisch madre diez
Italienisch madre dieci
Portugiesisch mãe dez
     
Englisch mother ten
Niederländisch moeder tien
Schwedisch moder tie
Norwegisch mutter ti

Während "Mutter" in allen Sprachen recht ähnlich ausgedrückt wird (indoeuropäische Sprachfamilie), weichen die germanischen Sprachen (Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch u.a.) zuweilen vom lateinischen Stamm ab. Die romanische Sprachenfamilie (Franz., Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch) ist noch so eng mit dem Lateinischen verwandt, dass das Erlernen um so leichter fällt, je besser die Latein-Kenntnisse sind.

Das Kolloseum in Rom
Das Kolosseum in Rom


Ca. 6-minütiges Video über das Kolosseum in Rom / © Youtube

II. Latein fördert das Interesse an vergangenen bzw. fremdartigen Kulturen.

Auch wenn viele Wurzeln unserer Kultur in die Antike zurückreichen: Vieles, wovon uns die Quellen berichten, erscheint uns doch sehr fremd. Wusstest du, dass der oberste Priester ("flamen") seine abgeschnittenen Fingernägel in der Erde vergraben musste? Götter, Menschen gleich, mit allen Lieben und Lastern - auch hier Befremden. Anderes Beispiel: Lateinisch "labor" heißt im Deutschen sowohl "Arbeit" als auch "Krankheit, Leiden". Da stimmen mitunter Schüler(innen) zu - wo aber liegt die Erklärung bei den Römern?
 
Porta Nigra, bedeutendes römisches Bauwerk in Trier Welche Bedeutung hatten

in der Antike?
 
Solchen Fragen spüren wir im Latein-Unterricht häufig nach.

III. Latein vermittelt Identität (Selbsterkenntnis)

Wer sich sehen will, schaut in den Spiegel.
Wer ins Ausland fährt, der entdeckt Unterschiede.
Wer sich selbst kennen lernen will, muss sich mit anderen austauschen. Indem du dich mit der vergangenen Kultur auseinandersetzt, entdeckst du die Eigentümlichkeiten der eigenen.

IV. Latein fördert die Entwicklung analytischen (durchschauenden) Denkens.

Lateinunterricht ist zu einem erheblichen Teil Grammatik-Unterricht, d.h. Nachdenken über die innere Ordnung von zwei Sprachen: dem Lateinischen und dem Deutschen.
 
Um zu übersetzen, musst du verschiedene gedankliche Schritte tun:

Dafür musst du die Bedeutungsfelder des lateinischen Wortes mit dem deutschen Wort vergleichen.

V. Latein übt das Gedächnis.

Innerhalb von drei Jahren müssen rund 1.200 Wörter gelernt werden. Leichter hat es, wer sich Merkhilfen erarbeitet hat. Auch die kannst du im Latein-Unterricht lernen. 20 Vokabeln in der Woche solltest du schaffen können.
 
Mit dem lateinischen Wortschatz wirst du es zukünftig viel leichter haben im Englisch- oder Französisch-Unterricht, denn aufgrund der Ähnlichkeit kannst du dir die neuen Vokabeln leichter einprägen.

VI. Latein verbessert deine Deutsch-Kenntnisse und -Noten.

Grammatik lernst du viel besser anhand der fremden Sprache. Grammatik-Arbeiten im Deutsch-Unterricht werden dir bald leichter fallen als deinen Klassenkameradinnen/Klassenkameraden.
 
Umfang des Wortschatzes sowie Ausdrucksfähigkeit im Aufsatz verbessern sich in der Regel ebenfalls erheblich. Im Latein-Unterricht entdeckst du Wurzeln und wahre Bedeutung lateinischer und deutscher Wörter.

VII. Latein macht Spaß!

Sicher: Auch im Latein-Unterricht musst du lernen, und manche meinen sogar mehr als für viele andere Fächer, aber Lernen kann man auch spielerisch.

dann wähle ruhig Latein! Als Belohnung winkt dir das Latinum, das du auch heute noch für einige Studienfächer benötigst.

Buchcover des verwendeten Latein-Lehrwerks Prima

Schulbuchbestand Latein

Weitere Informationen zum Lateinunterricht entnehmen Sie bitte auch

Für weitere Auskünfte steht Dir / Ihnen

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